Statement
Das Mathegebäude der TU Berlin ist kein Einzelfall – es ist ein Symptom. Während die Universität bis 2028 Millionen einsparen muss, wachsen gleichzeitig die Kosten für den Erhalt ihrer Gebäude ins Unermessliche. Hörsäle werden gesperrt, Fachgebiete verlagert und ganze Gebäudeteile bleiben ungenutzt. Wir studieren, lehren und forschen in einer Infrastruktur, die über Jahrzehnte vernachlässigt wurde. Das Mathegebäude macht sichtbar, was an Hochschulen bundesweit Realität ist: Sparpolitik und Sanierungsstau gefährden die Zukunft von Bildung und Wissenschaft. Wir fordern eine Hochschulfinanzierung, die Erhalt, Lehre und Forschung endlich als öffentliche Aufgabe ernst nimmt.
2,4 Mrd. €
Sanierungsstau an der TU Berlin
70 Mio. €
Muss die TU Berlin bis 2028 einsparen (15% des Haushalts).
160 Räume
Stehen im Mathegebäude nach Schließungen und Teilsperrungen leer.
12 Gebäude
Sind aktuell voll gesperrt, teilgesperrt oder nur eingeschränkt nutzbar.
Unsere Forderungen
Forderung 1
Bestand erhalten statt abreißen
Die nachhaltigste Universität ist die, die bereits gebaut wurde. Wir fordern ein verbindliches Bekenntnis der TU Berlin zum Erhalt ihres Gebäudebestands — als Ressource, nicht als Problem.
Forderung 2
Sanieren statt neu bauen
Kein Prestige auf bröckelndem Fundament. Millionenschwere Neubauprojekte dürfen nicht Vorrang haben, während bestehende Gebäude wegen mangelndem Brandschutz geschlossen werden.
Forderung 3
Transparenz statt Krisenmanagement
Wir haben ein Recht zu wissen, in welchem Zustand unsere Universität ist. Die TU Berlin muss einen öffentlich zugänglichen Gebäudebericht mit verbindlichem Sanierungsfahrplan veröffentlichen.
Forderung 4
Räume für Studierende
Eine Universität braucht Orte zum Lernen, Arbeiten und Organisieren. Leerstehende Gebäude wie das Mathegebäude sollen als offene Lernorte und Projekträume aktiviert werden.
Forderung 5
Bildung kennt keine Öffnungszeiten
Lernräume dürfen nicht an der Uhr scheitern. Die Öffnungszeiten von Bibliotheken und Hochschulgebäuden müssen wieder ausgeweitet werden — auch abends und am Wochenende.
Forderung 6
Gemeinsam sanieren
Gute Hochschulplanung entsteht im Dialog. Studierende sollen durch feste Ansprechpersonen in die Kommunikation über Sanierungen und Gebäudenutzung eingebunden werden.
Mitmachen
Unterstützt unser Anliegen, teilt diese Seite, kommt zu unseren Veranstaltungen oder meldet euch direkt bei uns. Gemeinsam machen wir den Sanierungsstau sichtbar — nicht nur durch ein Banner, sondern durch anhaltenden Druck.
Mapping Mathe — SoSe 26
Ein Punkt pro Frage
Die bauliche Situation vieler Hochschulen gefährdet langfristig die Qualität von Forschung und Lehre.
Die öffentliche Hand sollte Hochschulsanierungen als zentrale Zukunftsinvestition behandeln — vergleichbar mit Verkehrs- oder Energieinfrastruktur.
Der Sanierungsstau an deutschen Universitäten ist Ausdruck einer politischen Unterfinanzierung der Wissenschaft.
Bund und Länder sollten ein gemeinsames Sonderprogramm für die Sanierung wissenschaftlicher Infrastruktur auflegen.
Unsichere oder gesperrte Hochschulgebäude schädigen Ruf, Attraktivität und Seriösität deutscher Forschungseinrichtungen.
Wissenschaftler:innen und Studierende sollten stärker in Entscheidungen über Sanierung, Neubau und Raumnutzung einbezogen werden.
Der Erhalt bestehender Hochschulgebäude sollte Vorrang vor repräsentativen Neubauprojekten haben.
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